Presseaussendung von atomstopp_oberoesterreich am 27.11.2016

atomstopp: Trotz 'Nein' der Schweizer_innen ist der Atomausstieg auf Schiene
Kampagne für Haftpflicht für AKW-Betreiber auch für die Schweiz!

"Auch wenn die Schweizer_innen heute für einen Atomausstieg zum 'St- Nimmerleins-Tag' gestimmt haben – die Diskussion, um die Abschaltung aller Reaktoren terminlich zu fixieren, ist unumstößlich eingeleitet!“, reagieren Gabriele Schweiger und Roland Egger, Sprecher von atomstopp_oberoesterreich auf das 'Nein' zum geordneten Ausstieg aus der Atomenergie in der Schweiz.

Bundesrat und Regierung hatten nach Fukushima zwar ein Auslaufen der Atomkraft in der Schweiz beschlossen, jedoch ohne konkretes Ausstiegsdatum. Schon im Vorfeld des Referendums hatten Stimmen aus Parteien, die diesem Beschluss die Mehrheit gebracht hatten, ihre Meinungsänderung angedeutet. So hieß es beispielsweise aus der CVP >Es war ein Fehler, auf Abstellregeln zu verzichten, das hat der Abstimmungskampf gezeigt... Wenn das Volk knapp Nein sagt zur Initiative, müssen wir dem Rechnung tragen<.

"Wir werden auf jeden Fall bei unserer Kampagne 'Haftung für Atomkraftwerksbetreiber' nun auch die schweizerischen Antiatomkolleginnen einbinden! Denn, auch wenn unsere Petition an das Europäische Parlament gerichtet ist und die Schweiz als Nicht-EU-Mitglied auszuschließen scheint, so wäre die Betroffenheit bei einem mögliche Unfall in einem schweizerischen AKW durchaus eine europäische! In der Schweiz läuft mit Beznau I immerhin das älteste AKW weltweit und die Anfälligkeit für schwere Unfälle steigt mit dem Alter der Meiler drastisch an.“, so Schweiger und Egger weiter.

Die Petition 'Atomkraft: Haftung für Schäden muss endlich Pflicht der Betreiber werden!' kann hier ganz einfach online unterzeichnet werden

„Gerade die Wirtschaftlichkeit von Atomreaktoren spielt in der Schweiz eine wesentliche Rolle. Gelingt es, den Kostenfaktor Haftpflichtversicherung zu forcieren, so wird die fehlende Kostenwahrheit und damit einhergehend das Hasardspiel besser sichtbar! Wir zählen darauf, dass diese Überlegung gerade in der ökonomisch tickenden Schweiz zum Thema werden kann!“, so Schweiger und Egger abschließend.

Weiter Hinweise:
Gabriele Schweiger +43680/33 33 625
Roland Egger +43680/23 93 019

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